Zum Jahreswechsel 2025/2026 treten zahlreiche steuerliche Änderungen in Kraft, die für kleine und mittelständische Unternehmen besonders relevant sind. Aus der steuerlichen Perspektive gibt es darin viele Chancen – aber auch Punkte, bei denen frühzeitige Planung entscheidend ist. Hier ein kompakter Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

Wichtige steuerliche Änderungen ab 2026:

Investitionsanreize & Abschreibungen

Die degressive AfA für bewegliche Wirtschaftsgüter wird wieder eingeführt. Das bedeutet: höhere Abschreibungen in den ersten Jahren und damit spürbare Liquiditätsvorteile bei geplanten Investitionen.
Besonders attraktiv ist die neue arithmetisch-degressive Abschreibung für Elektrofahrzeuge: Bis zu 75 % der Anschaffungskosten können bereits im Anschaffungsjahr steuerlich geltend gemacht werden – ein starkes Argument für Investitionen in E-Mobilität.

 

Dienstwagenbesteuerung bei Elektrofahrzeugen

Die Bruttolistenpreisgrenze für die begünstigte Besteuerung von E-Dienstwagen wird auf 100.000 € angehoben. Damit bleiben auch höherwertige Elektrofahrzeuge im Rahmen der 0,25-%-Regelung steuerlich attraktiv – sowohl für Unternehmer als auch für Mitarbeitende.

 

Umsatzsteuer: Gastronomie & Strukturänderungen

Die Umsatzsteuerlagerregelung entfällt, was insbesondere für Handels- und Logistikunternehmen eine Überprüfung bestehender Prozesse erforderlich macht.
Positiv für viele Mandanten aus der Praxis: Die Umsatzsteuer auf Speisen wird ab 1.1.2026 dauerhaft auf 7 % gesenkt. Das bringt Planungssicherheit für Gastronomie, Catering und Lieferdienste.

Forschungszulage: Mehr Spielraum für Innovation

Die Bemessungsgrundlage der Forschungszulage steigt auf 12 Mio. €, gleichzeitig werden die Stundensätze für Eigenleistungen erhöht.
Gerade KMU profitieren hier oft stärker als gedacht – auch ohne eigene Forschungsabteilung oder laufende Gewinne.

Energiesteuern & Elektromobilität

Die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge wird bis 2035 verlängert und schafft langfristige Planungssicherheit für den Fuhrpark.
Zusätzlich wird die Stromsteuer für produzierende Unternehmen gesenkt – ein relevanter Kostenfaktor für energieintensive Betriebe.

Administrative Erleichterungen

Mehrere Freigrenzen werden angehoben, u. a. bei steuerbegünstigten Körperschaften und sportlichen Veranstaltungen.
Zudem sorgen Klarstellungen bei Betriebsveranstaltungen und der Vorsteueraufteilung für mehr Rechtssicherheit und weniger Diskussionen mit der Finanzverwaltung.

Fazit:

2026 bringt nicht nur neue Regeln, sondern echte Gestaltungsmöglichkeiten. Wer jetzt Investitionen, Fuhrpark oder Förderprogramme prüft und sauber plant, kann Steuern sparen, Liquidität sichern und strategisch profitieren.